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Ähnlich wie goldene Münzen werden auch Silbermünzen als Anlagemünzen erworben. Da Silber preiswerter ist als Gold, sind hier größere Stückzahlen erhältlich. Der Preis von Silber liegt auch deutlich unter dem von Gold. Sammler schätzen silberne Anlagemünzen deshalb aber nicht minder. Sie überzeugen nämlich durch ihre besonders schönen Prägungen und Motive und bestechen häufig durch ihre optische Qualität. Unter den silbernen Münzen gibt es ganz besondere Münzen. Als Bullionmünzen werden Münzen aus Silber mit einem Gewicht von einer Unze, das sind 31,1 g, bezeichnet. Sie sind die beliebtesten unter den Anlagemünzen aus Silber.
Ein Grund dafür ist, dass der Ausgabeaufschlag für sie deutlich geringer ausfällt als bei den kleinsten Silbermünzen. Wie bei den goldenen Münzen auch, gibt es bei den Silbermünzen verschiedene Motive unterschiedlicher Provenienz.
Die bekannten Münzen aus Gold, der Maple Leaf, der American Eagle, der China Panda oder der Wiener Philharmoniker werden auch als Silbermünze geprägt. Der Silberne Philharmoniker ist übrigens die erste Silbermünze mit einem Euro Nennwert. Der Feingehalt der Münzen beträgt fast durchweg 999 / 1000. Lediglich die Britannia weist nur 958 / 1000 auf. Viele Prägeanstalten erhöhen die Nachfrage nach ihren Münzen, indem sie Sonderprägungen herausgeben. Auch wenn viele Münzen aus Silber einen Aufdruck des Nennwerts aufweisen und damit als normales Zahlungsmittel eingesetzt werden können, so ist dies doch in den meisten Fällen nicht zu empfehlen.
Ihr tatsächlicher Wert ist in der Regel nämlich deutlich höher. Schon der Materialwert liegt meistens über dem Nennwert. Bis vor knapp 150 Jahren galt der Silbertaler in Deutschland als das wichtigste Zahlungsmittel.
Auch in Indien und China spielte Silber als Edelmetall für Münzen eine große Rolle. Gold kannte man hier nicht. Heute ist lediglich Gold von Bedeutung, geht es um Zentralbankreserven und Währungsreserven. Silber ist kein Zahlungsmittel. Ausgenommen davon sind lediglich die 10-Euro-Gedenkmünzen.
Weltweit jedoch steigt die Nachfrage nach Edelmetall-Münzen, darunter auch Münzen aus Silber. In den USA verzeichnet man eine Vervielfachung der Nachfrage in den letzten Jahren. Experten sind der Meinung, dies geschehe zu Recht. Silber sei gegenüber Gold nämlich immer noch unterbewertet. Allein die Knappheit der Silberreserven werde dazu führen, dass der Wert des Edelmetalls weiter steige.
Preistreiber ist auch die moderne Industrie: Nie wurde für die Produktion von elektronischen Produkten wie Platinen, Leiterplatten und Kabel, in der Automobilindustrie und Computertechnologie so viel Silber verwendet wie heute. Lohnt sich aber die Geldanlage in Silber überhaupt? Darüber lässt sich trefflich streiten: Eignet sich Silber nun als Geldanlage oder nicht?
Einige Experten prophezeien dem Edelmetall eine rosige Zukunft, andere hingegen warnen ausdrücklich vor dem Silberkauf. Was also tun? Wer Silbermünzen besitzt, sollte zumindest darauf achten, lediglich Münzen mit einem besonderen Reinheitsgehalt zu halten. Maple Leaf, der Silberne Wiener Philharmoniker gehören mit einem Feingehalt von min. 999/1000 zu den reinsten Münzen. Am besten, Sie belassen die Münzen in ihrer Originalverpackung als Rolle oder Gebinde. Vermeiden Sie es, die Münzen zu berühren. Ansonsten oxidieren sie nämlich und verlieren an Wert. Jeder noch so kleine Kratzer vermindert ihren Wert.