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Anlagemünzen aus Gold sind wieder begehrt. Die starke Volatilität der Aktienmärkte veranlasst immer mehr Investoren, darunter auch private, zu Edelmetallen wie Gold zu greifen. Sie gelten als besonders dauerhafte Werte, die keiner Inflation unterliegen.

Neben dem Barren ist heute die Münze beliebtes Sammelobjekt und auch Geldanlage. Eine der ersten und auch heute noch bekanntesten Goldmünzen ist der Krügerrand. Fast die Hälfte aller Münzen aus Gold sind Krügerrand Münzen. Hinzugekommen sind mittlerweile verschiedenste Münzen aus verschiedenen Ländern mit zum Teil höchst unterschiedlichem Gewicht. Gängig sind aber Gewichte von einer Viertel Unze bis zu einer Unze.

Ein paar Worte zur bekanntesten Münze, dem Krügerrand: Wer kennt sie nicht, die berühmteste Goldmünze aus Südafrika, den Krügerrand? Woher ihr Name stammt, wissen allerdings nur die Wenigsten. Auf der Vorderseite des Krügerrands ist nämlich der burische General Paul Kruger abgebildet zusammen mit einem Motiv der südafrikanischen Währung Rand. Beide zusammen ergeben den bekannten Namen Krügerrand. Auf der Rückseite ist übrigens ein Bild eines Springbocks eingeprägt. Was den Krügerrand von anderen unterscheidet: Da, die rötlich schimmernde, südafrikanische Goldmünze einen hohen Kupferanteil hat ist sie unempfindlicher und dadurch als Werterhaltungsmünze sehr gut geeignet. In Südafrika ist der Krügerrand heute übrigens noch als Zahlungsmittel zugelassen, mit dem täglichen Goldpreis als Nennwert.

Die erste europäische Goldmünze hingegen können die meisten Anleger nicht mit Namen benennen. Die Briten waren es, die die ersten Goldmünzen in Europa prägten. Die Britannia mit dem Abbild der Queen auf der Rückseite war die erste europäische Goldmünze. Seit dem Jahrtausendwechsel ändert sich das Motiv auf der Britannia Münze in jedem ungeraden Jahr. Für Sammler ist das besonders interessant, da die Auflagen der jeweiligen Motive daher begrenzt sind. Die Britannia gibt es zum Nennwert von 10, 25, 50 und 100 britischen Pfund.

Der Klassiker unter den amerikanischen Goldmünzen ist der American Eagle. Er ist der Inbegriff von Freiheit und Stolz der Amerikaner. Auf der Vorderseite zeigt er die Freiheitsstatue von Amerika, auf der Rückseite ist der amerikanische Adler abgebildet.

Die kleinste Goldmünze der Welt wird in Kanada geprägt. Der Maple Leaf ist zugleich auch die reinste der goldenen Anlagemünzen. Vorne trägt er das Symbol des kanadischen Ahornblatts. Auf der Rückseite ist die Queen Elizabeth II. abgebildet. Mittlerweile hat der Maple Leap den Krügerrand als begehrteste Anlagemünze abgelöst. Keine andere Goldmünze wird in solch hohen Auflagen geprägt wie der kanadische Maple Leaf.

Zu Schluss noch ein kurzer Exkurs in die Vergangenheit: 

HInter den historischen Goldmünzen sollte man die Begriffe Stater, Aureus, Solidus und Goldgulden kennen. Beim Stater handelt es sich um eine Goldmünze aus der Antike. Der Aureus hingegen war die wertvollste Goldmünze der Römer. Sulla, Kaiser Augustus und Cäsar prägten sie. Nach der Münzreform durch Konstantin I. wurde der Aureus jedoch abgelöst durch den Solidus, eine weniger wertvolle Goldmünze. In Deutschland prägten Kurfürsten den so genannten Goldgulden, eine Nachahmung der Florine. Im Mittelalter war der Florin, die berühmte Goldmünze aus Florenz, bedeutendstes Zahlungsmittel. Dem Goldgulden folgte später die Goldmark. Die Goldmark entsprach dem Wert einer Reichsmark. Weitere bekannte Goldmünzen sind der Ecu d’or, eine französische Goldmünze, der Tscherwonetz, eine Goldmünze jüngeren Datums aus Russland, sowie der Louis d’or, die Goldmünze Ludwig XIV., des Sonnenkönigs. Aus der historischen Literatur kennt man auch den Begriff des Guinea, einer britischen Goldmünze, gefertigt aus afrikanischem Gold. Manche Guineen tragen daher auch das Motiv des Elefants.